Unser neues Zuhause in:

Unsere neue Adresse lautet:


Small Steps for Compassion
Sarah Riedel u./o. Lilli Hein
P.O. Box 509
Usa River, Tanzania Africa


Wir freuen uns über jeden Brief! :)

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die Verwandlung

meine Haare
vier Stunden, ohne die eine Stunde Wartezeit im strömenden Regen unter einem Vorsprungsdach mitgerechnet, eine Menge Kunsthaar und es ist vollbracht. Die Sarah ist jetzt eine Mafrizungu :-). Ja! Ich habe es gewagt.

Um die Geschichte mal von vorne aufzurollen: Eigentlich will ich mir seit undgefähr vier Wochen hier die Haare machen lassen. Man kann mir auch nicht vorwerfen, dass ich in dieser Zeit nicht alles versucht hätte, was in meiner Macht steht, um diese Veränderung schneller herbeizuführen. Der erste Versuch war bei der Freundin einer Nanny, die nicht aufgetaucht ist. Danach hatte ich es bei einem Saloon im Usa Plaza (einem "Einkaufszentrum" bei uns) versucht, der aber dicht gemacht hat, weil das Geschäft nicht gut gelaufen ist. Dritter Versuch war in einem Saloon, an dem ich öfter vorbeigelaufen bin und der immer offen hatte. Als ich an meinem freien Tag hingelaufen bin war er geschlossen. Danach habe ich in einem Café nachgefragt, das Lilli und ich öfter besuchen. Dort wurde mir dann ein Termin organisiert, der mir dann wieder abgesagt wurde, weil von der Frau, die mir die Haar machen sollte, ein naher Verwanter gestorben ist. Die Dame dort hat mir dann aber gesagt, dass gleich bei uns um die Ecke ein Saloon wäre, in den ich gehen könnte. Der hatte auch immer offen, als ich hingegangen bin, nur war nie jemand da. Einmal habe ich jedoch jemanden angetroffen, einen Termin für diesen Mittwoch, 19. Oktober bekommen, eine neue Freundin kennengelernt, Upendolo, und Tadaaa!Hier sind jetzt die Fotos :-)



Vorher


Nachher

Notizen am Rande:

  • es ist hier wirklich ok, mindestens 30 Minuten bei einem Termin zuspät zu kommen, bei Regenzeit verlängert es sich auf ca. 45 Minuten bis 1 Stunde
  • ja es ist sehr ungewohnt für mich so lange Haare zu haben, aber toll

Dienstag, 18. Oktober 2011

Ein Vormittag im Garten...


Beim Litschi pflücken...
Elinipa hat Entscheidungsschwierigkeiten: Litschi essen oder Schuh anziehen^^

Joshua hat nur noch den Stein...
Irene zeigt Elina was sie gefunden hat
Dotto hat Cecile´s Sonnenbrille gefunden

Peter
 Sarah & Hidaya sagen "Bye"

Mark kommt dazu und dann entdecken sie etwas spannendes^^





Hope auf dem stillen Örtchen auch "Potty"  genannt

Patrick
Eric & Lilli



Whitness & Beth (kurz davor hat sie noch geweint)
Die Gang: von re. n. li: Mark, Eric, Joshua und Peter auf dem Weg zum nächsten Abenteuer!
Elinipa & Beth beim Turnen auf der Wiese...









Montag, 10. Oktober 2011

AppartementLeben...

Bis vor ein paar Tagen bestand unsere Wg aus 6 Personen: Sarah, Beth, Silvamos, Claire, David und Lilli. Jeden Tag war etwas los! Da Claire jetzt in eine Wohnung ca. 5 Minuten von hier zieht und die Zwillinge in die Nursery kommen, wird es jetzt ruhiger, aber bestimmt auch langweiliger werden. Es ist jetzt schon seltsam ins Appartement zu kommen und nach dem Arbeitstag mit den Kids unten bzw. in der Nursery, nicht noch mit David & Silvamos Zeit zu verbringen. Da ist es gut, dass die Nursery so nah ist und wir immer wieder vorbei schauen können :)

Wir sind schon gespannt, welche Erfahrungen in dieser Woche auf uns zu kommen!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

September-Video ist online...

Endlich, nach einigen qualvollen Stunden mit wiederholenden Hochladversuchen und schlechter Internetverbindung, ist es jetzt endlich da:Das September-Video! :)
Wir sind selber ganz erstaunt, dass wir mittlerweile schon Oktober haben und 5 Wochen hier sind!

http://www.youtube.com/watch?v=LwwI5UMnjtw


Ganz viel Spaß beim Schauen wünschen euch

Lilli & Sarah

Samstag, 1. Oktober 2011

Unsere Gemeinde in Usa River


Ist ein wenig versteckt in den Bergen und hat derzeit ca. 15 "Glieder" wovon ca. zehn Kinder sind, deren Eltern jedoch nicht mit in die Gemeinde kommen. Die anderen bekommen derzeit von dem dortigen Pastor Jona Bibelunterricht. Das Gebäude besteht aus einem Gerüst einer sogenanten One-Day-Church. Sie bestehen aus einem Metalldach mit Metallgestängen und werden eben innerhalb eines Tages aufgebaut. Zur Zeit wird sie verkleidet mit Ziegelsteinen, wie auf dem Bild zu sehen. Das waren mal grob die Fakten und jetzt zur eigentlichen Geschichte....

Gemeindegebäude mit Gliedern
 
der Ausblick auf dem Berg mit Beth und Lazaro vor sich, einem Jungen,
dessen Namen ich leider nicht mehr weiß und mir mit Hope

Wir fahren mit einem Jep oder Landrover ca. 30 Minuten über Stock und Stein, um die Gemeinde zu erreichen. Ich sag euch das ist besser und aufregender als eine Safari. Jona und seine Familie nehmen uns freundlicherweise jeden Sabbat mit. Letzten Freitag ist über uns ein Gewitter hinweggezogen und in den Bergen hatte es aber geregnet. Jona hatte uns daraufhin erzählt, dass er Angst hatte, dass wir vielleicht nicht fahren könnten.  Die Wege, bestehend aus mehr oder weniger "eingeebnete" Erde, werden durch die Wassermassen zerstört und sind dadurch nicht mehr befahrbar, oder es ist einfach zu rutschig. Aber dem war nicht so und somit konnten wir wieder hoch fahren um einen Sabbat zusammen zu verbringen.





Beth, Lilli, Lazaro und Hope

Die letzten beiden Sabbate waren etwas besonderes. Heute hatten wir Abendmahl gefeiert und in Tanzania bekommt die Fußwaschung gleich eine ganz andere Bedeutung. Da ist das Wasser dann nach Benutzung wirklich dreckig :-). Fließend Wasser haben sie dort auch nicht, geschweige den Strom und somit wird es vorher abgeschöpft und in Eimern von uns mit nach oben zur Gemeinde gebracht. Der Traubensaft besteht hier, zumindest in dieser Gemeinde, aus einem Mix, naja was war es... Ananas war auf jeden Fall enthalten und noch ein paar anderen Früchten. Der Ablauf ist eigentlich ähnlich, nur das die Predigt mal nicht aus den typischen Abendmahltexten bestand sondern um Genesis 19. Sehr ungewöhnlich und trotzdem zum Punkt gebracht.



  
Vortragen der Memorie-Verses
Der Sabbat davor war ein spezieller Abschlussgottesdienst der Lektion von den Kindern. Sie hattem Memorie-Verses aufbekommen und sollten sie der Gemeinde vortragen, was sie bravourös gemeistern haben. Es wurde viel gesungen und hat spaß gemacht, ihnen dabei zuzusehen. Wir wurden als Muzungus natürlich auch gleich mit in das Programm einbezogen. Orpa, Jonas Tochter, hat uns gebeten bei der Kindersabbatschule mitzuhelfen. Somit haben wir angefangen mit den Kindern Lieder einzuüben, die sie dann vortragen konnten. Wir waren vor allem für die Kinder natürlich eine Attraktion. Sie bekommen da oben nicht wirklich oft Weiße zu sehen, bzw. eigentlich gar nicht und waren deswegen am Anfang wahnsinnig schüchtern. Das löst sich immer mehr und mittlerweile wird unser Lächeln erwiedert und nicht mehr beschämt weggesehen :-). Besonders war für uns auch, dass Hope und Lazaro, unsere zwei ältesten Kinder aus dem Heim, dabei waren. Sie werden uns wahrscheinlich Ende diesen Monats verlassen und in ein SOS-Kinderdorf gehen, wenn ich micht nicht ganz täusche. Deswegen versuchen wir so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen und es ist für alle Kinder immer super, mal rauszukommen.


Kindergottesdienst mit vielen Gästen






















Kindersabbatschul"raum" :-)
Es macht uns wahnsinnig spaß, dort mit unseren Geschwistern Zeit zu verbringen. Jona und auch Orpa wünschen sich, dass wir die Kinderbetreuung übernehmen, weil Orpa und auch Jusuf (Jonas Neffe), die derzeit dafür verantwortlich sind, bald wieder zu Schule gehen werden und deshalb nicht mehr in Usa River sein werden. Das ist natürlich eine große Herausforderung und Beht, Lilli und ich wissen noch nicht so genau, wie wir das eigentlich bewerkställigen sollen. Die Kinder sprechen nämlich nur Kisuaheli und wir nicht, oder noch nicht wirklich gut. Außerdem haben wir die ganze Woche Kinder um uns und sind für deren Beschäftigung zuständig. Somit hat sich für uns die Frage gestellt, ob wir die Zeit finden, entsprechend was vorzubereiten, etc.. Ihr seht, das wir hier ein wenig ratlos sind und vor allem wegen der Sprachbarriere noch nicht so recht wissen, was wir tun sollen. Jeder der möchte kann hier für uns beten. Falls Gott uns hier eine weitere spezielle Aufgabe geben möchte, muss er uns Kraft, Geduld, Sprachvermögen und vor allem die Erkenntnis schenken, dass er uns auch dort wirklich haben will. Deswegen sind wir auf eure Unterstützung im Gebet angewiesen und ich danke euch jetzt schon dafür.
Kindersabbatschule

In diesem Sinne: Sabbato njema
Verfasserin: Sarah