Unser neues Zuhause in:

Unsere neue Adresse lautet:


Small Steps for Compassion
Sarah Riedel u./o. Lilli Hein
P.O. Box 509
Usa River, Tanzania Africa


Wir freuen uns über jeden Brief! :)

Donnerstag, 29. März 2012

Das Januar-Video ist online

Endlich...

das Januar-Video ist nun online. Nach 2 Wochen erfolglosen Upload-Versuchen.
Februar 2012 kommt in den nächsten Tagen...



Viele Grüsse

Lilli & Sarah

Mittwoch, 14. März 2012

Kilimanjaro Halbmarathon am 26. Februar 2012 getrotzt

Nach langem hartem training von mehreren Monaten und einer Top-Vorbereitung hieß es für Sonya, Kelly, Beth und mich am 26. Februar ab nach Moshi. Wir würden dort den Kilimanjaro-Halbmarathon laufen.

Nun zu dem wirklichen Ablauf: Den Halbmarathon von 21,2 km sind wir wirklich gelaufen, der rest stimmt leider nicht. Das Training bezog sich auf eine Woche vorher mal dreimal joggen gewesen und das wars. Meine Arbeitskollegen und mein Chef mögen mir verzeihen. Ich werde es nie wieder machen. Das nächste mal ist ein mindestens fünf monatiges Training mit eingeplant.




Es war eine super Erfahrung und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Der Kilimanjaro Marathon ist ein rießen Event zu welchem sogar Leute extra anreisen, ihn laufen und dann wieder zurück nach Europa, Nordamerika oder woher sie eben kommen, fliegen. Es geht die erste Hälfte nur Bergauf, wenn nicht Bergauf dann ist es eine plane Strecke. Danach alles wieder Bergab zurück. Mein Ziel war es, die komplette Zeit durchzulaufen und es unter drei Stunden zu schaffen. Beides hat geklappt und ich war sehr stolz auf mich :-). Letzlich bin ich ca. 2:45h gelaufen plus/minus ein paar Minuten. Hatte nicht meine Zeit gestoppt sondern einfach nur auf die Uhr geschaut. 
die Marathonläufer warten auf das Startsignal
Während dem Lauf sind mit tausend Sachen durch den Kopf gegangen. Ich versuche sie euch mal näher zu bringen. Zum einen habe ich mir gedacht: Mensch es ist schon unglaublich ich werde wahrscheinlich nie wieder in solch einem Umfeld, in Tanzania einen Halbmarathon laufen. Dazu habe ich das feeling dort wahnsinnig genossen. Afrikaner sind doch einfach anders, entspannter und trotzdem mit Ehrgeiz. Eine Situation, die mir in Erinnerung geblieben ist war: Als ein jüngerer Mann an einem Jungen vorbeigejoggt ist, der ca. 14 Jahre alt gewesen sein muss. Er ist mitterweile normal gelaufen, weil er nicht mehr konnte. Der junge Mann hat das gesehen und ihn angespornt und aufgefordert mit ihm zu laufen. Während sie dann so neben einander hergejoggt sind fängt er ein Gespräch an und fragt ihm nach seinem Namen. Es hat mir gut gefallen, dass sie trotzdem auf einander acht geben und sich gegenseitig so anspornen.

Beth, Kelly, Sonya und ich warten auf das Startsignal
Die Marathonläufer sind eine Stunde vor uns gestartet und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist, wenn sie einem dann entgegen kommen. Die joggen diesen kompletten Marathon nicht, sondern sprinten ihn. Das hat mir echt Gänsehaut verursacht, als mir der erste entgegen gekommen ist. Einfach nur der Wahnsinn! Seine Fersen haben bei jedem Schritt seinen Hintern berührt und nach mehr als 18 km so eine Geschwindkeit aufzubringen habe ich echt bewundert. Die sind schon verrückt :-).







  
Antony und ich
 Auf meinen Weg nach unten habe ich Antony getroffen. Wir hatten die selbe Geschwindigkeit und irgendwann habe ich angefangen mich mit ihm zu unterhalten. Wir haben über unsere Zukunft gesprochen, was wir später machen wollen und was wir im Moment machen. Es hat Spaß gemacht einen Joggingpartner auf dem Weg nach unten zu haben. Ich hatte damit gerechnte, dass wir zusammen das Ziel erreichen werden. Er konnte dann aber die letzten 2 bis 3 km nicht mehr und meinte er müsse jetzt laufen. Ich konnte ihn noch anspornen die letzten 500 Meter gingen dann aber leider nicht mehr. Er hatte einen Krampf in seiner Wade und ich bin kurz mit ihm gelaufen, wollte aber umbedingt unter den drei Stunden schaffen und habe ihn deswegen leider zurücklassen müssen. Diese letzten Meter bin ich dann wirklich ins Ziel gesprintet. Es hat mich total überrascht, dass ich dafür noch Kraft hatte, aber ich habe auch sehr darauf geachtet, dass ich ein gleichmäßiges Tempo habe. Deswegen ging dann auch der Sprint am Schluss. Im Ziel angekommen wurde ich von Kelly und Ksusha (einer Freundin die uns begleitet hat) empfangen, die gleich ein Foto mit mir und meiner Medaille machen wollten. Ja es gab eine Medaille, was auch einer meiner Haupgründe war mitzulaufen :-). Das hat sich jedoch schwieriger gestaltet als geplant. Ich konnte nämlich kaum durch meine Augen schauen, weil mir der Schweiß ständig reingetropfft ist. Aber wir haben es dann doch noch hinbekommen. Ein Foto mit meinem Laufpartner Antony durfte natürlich auch nicht fehlen.

Zufrieden und alle Wahnsinnig stolz aufeinander haben wir noch ein Foto zusammen gemacht und anschließend ging es ins YMCA in Moshi. Die haben nämlich einen Pool und da wollten wir uns dann noch ein wenig entspannen. Es war ein super Tag und ich freu mich schon auf den nächsten Halbmarathon, den ich laufen werde.


Beth, ich, Sonya & Kelly (v.l.n.r.)
Verfasserin: Sarah

Mittwoch, 8. Februar 2012

MOUNT MERU

Da wir zur Zeit in Kenia sind und erst nächte Woche wieder nach Usa River kommen - euch aber auch gerne einige Eindrücke von unserer Kletteraktion zeigen wollen - verweisen wir euch auf den Blog von Bethany. Mit ihr haben wir die Herausforderung "Mount Meru - 4630 m in 3 Tagen" gemeistert und sie hat drei wundervolle Posts über unsere Erfahrungen geschrieben!
Schaut vorbei, es lohnt sich! :)

Der 1. Tag: http://bethanyjoygerber.blogspot.com/2012/02/mt-meru-day-1.html

Der 2. Tag: http://bethanyjoygerber.blogspot.com/2012/02/mt-meru-day-2.html

Der 3. Tag: http://bethanyjoygerber.blogspot.com/2012/02/mt-meru-summit-day-3.html


Das Januar-Video kommt dann auch nächste Woche...

Viele lieben Grüsse aus Kenia

Donnerstag, 19. Januar 2012

RIP Joel Joseph

*23.04.2010  -  †14.01.2012

Die Hoffnung gibt die Kraft zum Weiterleben.
Die Liebe gibt die Stärke zum Überwinden der Trauer.
Der Glaube ist das tröstende, durch Wolken strahlende Licht.

Joel im Dezember 2011

Nach vier Monaten im Babyheim können wir von vielen schönen, aber auch weniger schönen Erfahrungen berichten. Diese Woche durften wir eine sehr traurige Erfahrung machen: 
Joel, eines unserer Kinder, ist am Morgen des 14. Januar 2012 gestorben. 
Sein Tod kam sehr plötzlich für uns alle und wir erholen uns nur langsam von diesem Schock. Letzte Woche ging es ihm noch gut und es gab keine Anzeichen, die auch nur vermuten lassen würden, dass er diese Woche nicht mehr leben wird. 
Am Dienstag (10. Januar) ging es ihm rapide schlechter, so dass er mit hohem Fieber und einem Verdacht auf eine Gastroenteritis ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Er kam an den Tropf um eine Dehydration zu vermeiden, die bei Kindern in seinem Alter die größte Gefahr darstellt. Bis zum Freitag wurde er dann von jeweils einer Nanny oder einem Freiwilligen rund um die Uhr betreut.
Am Freitagmorgen bin ich mit dem Gedanken, die Tag-Schicht mit Joel zu verbringen, ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen hieß es dann, dass er entlassen wird und von unserer Krankenschwester Bathilda im Isolationsraum intensiv weitergepflegt wird. Als er am nachmittag ein Fläschen Saft getrunken hat, dachten alle: "es geht wirklich wieder bergauf".
Innerhalb von zwei Stunden veränderte sich sein Zustand wiederholt zun negativen und ich begleitete Bathilda mit ihm in ein anderes Krankenhaus nach Tengeru. Dort angekommen mussten wir erst eine ganze Weile warten, weil kein Arzt da war, die Rezeption nicht besetzt war und nur eine Krankenschwester von einem Raum zum anderen flitzte. Joel ging es immer schlechter und seine Atmung kam nur noch flach und unregelmäßig. Die Hoffnung, dass bald ein Arzt kommen würde erfüllte sich erst nachdem ich zurück in Usa war und Bathilda uns über eine Sms mitteilte, dass er an Sauerstoff angeschlossen worden ist.
Am Samstagmorgen wurden Sarah und ich dann von einem Anruf geweckt, in dem Bathilda uns mitteilte, dass Joel vor ca. 30 Minuten für immer eingeschlafen ist...

Der Tod kommt oft unerwartet. plötzlich. unpassend. Vor allem wenn es ein Kind betrifft und es im Grunde genommen keine richtigen Erklärungen dafür gibt. Die Frage ob Joel überlebt hätte, wenn er mit seinen Symptomen in ein deutsches Krankenhaus eingeliefert worden wäre, haben wir uns schon einige Male gestellt. Ja, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die "Warum"-Fragen sind immer noch da und werden uns noch eine ganze Weile begleiten...
Hoffnung & Trost finden wir in dem Vers aus Offenbarung 21, 4:

Denn Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Auf seiner Beerdigung am Montag haben wir dann zum letzten Mal Abschied von ihm genommen.

Joel, wie er in Erinnerung bleibt

Verfasserin: Lilli

Sonntag, 15. Januar 2012

Unsere beiden Jungs


Rahim links, Rahman rechts

Am Dienstag den 27.12 war einer unserer traurigsten Tage hier in Tanzania. Rahim und Rahman die zweijährigen Zwillinge wurden von ihrem Vater abgeholt. Ohne Vorwahnung kam er um ein Uhr rum vorbei und meinte zu Upendo, unserer Sozialarbeiterin, dass er seine Kinder heute mitnehmen werde. Sie war wirklich nicht begeister davon und hat versucht ihm zu erklären, dass wir Zeit bräuchten um die Papiere, Klamotten und Spiezleuge für die Kinder vorzubereiten.  Und es gibt  uns allen die Möglichkeit sich auf den Abschied vorzubereiten.

Sheha mit Rahim




Ich habe es erst gar nicht mitbekommen. Bathilda unsere Krankenschwester kam zu mir in die Nursery um mich zu bitten, ein Foto von den beiden zu machen, weil der Vater hier wäre. Ich meinte natürlich, dass das kein Problem wäre und fragte ob der Vater zu besuch wäre. Ihre Antwort war ein großer Schock, als sie sagte, dass er gekommen sei, um sie heute mitzunehmen. Außerdem wären sie sehr traurig, dass sie ihnen nichts mitgeben könnten, weil sie keine Schlüssel für unsere Schränke mit den Kleiderspenden hätten. In diesem Fall konnte ich aushelfen, da uns Claire in der Zeit ihres Urlaubs die Schlüssel hier gelassen hat. Also bin ich hoch in unser Apartment und habe Schlüssel und Kamera geschnappt. Oben war Lilli noch am essen und ich habe ihr kurz bescheid gesagt, dass die beiden in ca. einer halben Stunde gehen würden. Sie war genauso geschockt wie ich und alle anderen. Ich bin los und habe Spielzeug rausgesucht, neue Schuhe und andere Klamotten für Rahman. Er ist mit seinen zwei Jahren sehr dünn und mit einer normalen Windel sind ihm die Hosen ständig runtergerutscht. Rahman hat sich sehr über den "Besuch" von seinem Vater gefreut und war fidel wie immer, Rahim dagegen war etwas reservierter, was ihm nicht sehr ähnlich sieht. Er ist für sein Alter schon sehr weit und konnte fast fließend Englisch sprechen, Kisuaheli sowieso. Wahrscheinlich hat er die Situation mehr begriffen, als wir ihm erzählt haben, dass er jetzt nach Hause gehen würde. Nach ein paar Fotos und Videos haben sie sich mit Lilli an der Hand auf dem Weg zur Daladala Station vor unserer Haustür gemacht. Beide haben uns noch ihr Byyyeee, Byyyyeee, Byyee zugerufen, bevor sie durch die Gate-Türe verschwunden waren. Lilli war auf dem Weg nach Arusha, weil Claire uns gebeten hat die Visas für die neuen Freiwilligen zu erledigen.





 
 Als Lilli aus der Stadt zurück kam hat sie mir noch erzählt, dass sie sich mit dem Vater unterhalten hat. Er würde jetzt zu seiner Schwester fahren und hat sie eingeladen, mit ihm zu kommen. Das ging jedoch leider nicht, weil sie schon etwas später dran war. Somit hat sie sich dann von den Jungs und dem Vater an der Station verabschiedet. Er hatte Rahim im Arm und typisch für ihn hatte er seinen Kopf an die Schulter seines Vaters gelegt mit seinen zwei Fingern im Mund. Rahman war immer noch sehr fröhlich und hat wieder sein Byyye Byyye Lilli zugerufen.


 
Wir können es immer noch nicht richtig fassen, dass sie wirklich weg sind. Seit dem ist es sehr ruhig geworden. Unser bester Friseur hat uns mit Rahim verlassen, denn er hat es geliebt durch unsere Haare zu streichen. Häufig kam er einfach auf einen zu hat sich hinter einen gequetscht, wenn man angelehnt irgendwo gesessen hat und seine Arbeit begonnen. Dir blieb nur ein kurzer Augenblick, um ihn zu fragen, ob er die Haare machen wolle. Darauf gab es von ihm ein "Yes", was er auf die goldigeste Art und Weise sagte. Wir vermissen es sehr. Rahman war mein Boyfriend und deswegen vermisse ich ihn besonders. Wenn ihr unsere Videos gesehen habt, dann war er derjenige, mit dem ich im Office auf dem Tisch getanzt habe. Sein Lieblingswort war "Hey", Hey", Hey". Er kam immer sehr nah an mein Gesicht und hat entweder "Hey" gesagt oder Bara, Bara (soll Sarah heißen^^). Wenn er meine Aufmerksamkeit hatte hat er mich angstrahlt und sein Lächeln ist eines der süßesten das es gibt.



Rahim und Rahman mit ihrem Vater

Wir hoffen sehr, dass es den beiden zu Hause gut geht. Natürlich ist uns klar, dass es für die beiden das Beste ist, wenn sie bei ihrem Vater und seiner neuen Frau leben. Das heißt für sie kein Kampf mehr mit 48 Geschwistern um Aufmerksamkeit, Spielzeug und Essen. Trotzdem ist es uns sehr schwer gefallen, sie gehen zu lassen und auch jetzt fehlen sie uns sehr.


Verfasserin: Sarah

Freitag, 13. Januar 2012

...etwas später als üblich: das Dezember-Video!

So ihr Lieben,

wir hoffen ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und arbeitet fleißig an euren Vorsätzen :)

Wir haben das Jahr 2012 mit unserem Urlaub in Tanga gestartet und arbeiten jetzt schon wieder fast eine Woche. Aus emotionaler Sicht können wir eine weitere Woche Urlaub gut gebrauchen...wir freuen uns schon auf den Februar, auf unsere Zwischenseminar und die Mädels aus Kigoma und Kajiado. An  Gespärchsstoff wird es sicherlich nicht mangeln ;)


Hier also das Dezember-Video! 

Bis bald
 Sarah & Lilli


Samstag, 24. Dezember 2011

Jingle Bells, jingle bells...


...Jingle all the way
Oh, what fun it is to ride
In a one horse open sleigh
Jingle bells, jingle bells
Jingle all the way
Oh, what fun it is to ride
In a one horse open sleigh
...

Obwohl wir dieses Lied fast jeden Tag mit unseren älteren Kids singen, stellt sich nur schwer eine Weihnachtstimmung bei 40° C ein.

Trotzdem wünschen wir unseren Lesern, unserer Familie und all unseren Freunden erholsame Weihnachtsfeiertage! Lasst euch reich beschenken und genießt das Festessen :)
 

Mit Dotto, Rahim, Patrick, Whitness und Nancy schicken wir euch ganz liebe Grüsse aus Usa River

Lilli & Sarah

Montag, 19. Dezember 2011

Ein Tag in Arusha

Letzten Mittwoch sind Sarah und ich nach Arusha gefahren. Ich war froh darüber, denn nun konnte ich endlich Geld abheben und meine Schulden bei Sarah, Beth & Sonya bezahlen. Die sind nämlich in die Höhe gestiegen :)
Nach dem Claire uns dann in Arusha raus gelassen hat, sind wir zum Bankautomaten und anschließend....ratet, mal?!^^...Essen natürlich! Wir lieben es!

Nach dem wir dann satt & zufrieden waren, haben wir uns auf dem Weg zum Massai-Markt gemacht.
Dort gibt es die größte Auswahl an Stoffen, Geschenken, Souvenirs und jeden Krims-Krams denn ihr euch vorstellen könnt - oder auch nicht^^ Auf jeden Fall haben wir seit letzter Woche neue Freunde dort unter den Verkäufern gefunden, bei denen wir dann wieder eine Menge Geld los geworden sind.
Unter anderem für: Stoffe, Schuhe & andere Kleinigkeiten...
 
Sarah, Jacob, li. unten: Godlisten, Maiko, Lilli & jemand, der sich nur für´s Foto dazu gestellt hat

Am Ende haben sie uns eine Soda & ein Wasser spendiert und anschließend haben wir uns verabschiedet. Auf dem Weg zum Daladala-Stop (ca. 20min Fußweg) wurden der Himmel immer dunkler und ein Sturmwind kam auf. Es roch nach Regen. Einige Menschen hatten es plötzlich eilig und begannen zu laufen. Dann die ersten Regentropfen. Ein Taxi fuhr an uns vorbei doch wir winkten ab, mit der guten Hoffnung, doch einigermaßen trocken zum Daladala-Stop zu kommen oder nach einer kurzen Pause weiter gehen zu können. Der Regen wurde stärker, unsere Schritte wurden schneller. Während wir uns mit Hilfe unserer Schals wenigstens einwenig von dem immer stärker werdenden Regen schützten,  unterhielten wir uns unter anderem über die Kosten: entweder 6000,- für ein Taxi oder 1000,- für die Fahrt mit dem Daladala. Innerhalb von wenigen Minuten waren die Straßen überflutet und die wenigen Menschen, die bis jetzt noch unterwegs waren, suchten Unterschlupf unter Dächern, Bäumen und alles was sie sonst so finden konnten. Wir auch. Mit 3 Einheimischen suchten wir Schutz unter zwei riesigen Bäumen. Nach 10 Minuten Wartezeit war immer noch kein Ende des Regens in Sicht und der Gedanke: "Vielleicht hätten wir das Taxi doch nicht weiterschicken sollen?!" kam auf. Nach weiteren 10 Minuten und keiner Aussicht darauf, dass der Regen bald aufhört und der Himmel sich lichtet, entschieden wir uns dann im Regen weiter zum D-Stop zu laufen. Gesagt, getan. Eine Weile waren wir die einzigen, die unterwegs waren. Wahrscheinlich würden auch nur Mzungus (Weiße/Europäer) bei diesem Wetter durch die Stadt laufen :)
Kurz vor dem D-Stop ist Sarah fast mit einer uns entgegen kommenden Kuh zusammengestoßen, deren Besitzer sie an einer Leine forwärts trieb! Das brachte uns einige Lacher von den unter den Dachvorsprüngen wartenden Menschen ein und wir -mittlerweile komplett nass- mussten auch lachen.
Nach 5 Minuten kam -Gott sei Dank- ein volles Daladala, das in Richtung Usa River fuhr. Wir quetschten uns also auch noch rein und entschuldigten uns bei den Mitfahrenden, die neben uns saßen/standen, weil sie nun ebenfalls nass wurden. Wir wurden immer wieder von allen Seiten beäugt und fühlten uns nicht wirklich wohl. Gleichzeitig waren wir einfach froh, dass wir nun im Trockenen sitzen konnten.

In Usa River angekommen, waren die Straßen so trocken wie am Morgen, als wir losfuhren. Der Sturm war also nur in Arusha. Am Tor wurde uns von unseren Wächtern herzliches Mitleid ausgesprochen: "Pole sana!" und wir fühlten uns gleich besser :)

Im Appartement angekommen mussten wir unseren Anblick natürlich festhalten.
Hier zwei Bilder:
Unsere Kleidung hat bis auf wenige Stellen eine komplett neue Farbe bekommen, so dass fast nicht auffällt, dass sie nass ist^^

Ansicht von hinten^^


Zusammengefasst war das unser Tag in Arusha! Wir haben zwar keinen Schnee, dafür aber ab & zu Regen.  Erneut haben wir eine Badewanne und warmes Wasser vermisst. Die Tasse Tee hat es dann auch getan :)

Sonnige Grüße

Sarah & Lilli

Verfasserin: Lilli















Donnerstag, 8. Dezember 2011

Der 2. Teil des November-Videos ist online!

Nach 3 Tagen erfolglosen Upload-Versuchen, ist es nun doch soweit: Der zweite Teil des November-Videos ist da!

http://www.youtube.com/watch?v=VKZulCp_YIU&feature=mfu_in_order&list=UL

Viel Spaß beim schauen! Wir freuen uns schon auf eure Kommentare & Emails :)



Samstag, 3. Dezember 2011

Das November-Video ist online!

Und schon wieder ist ein Monat in die Ewigkeiten eingegangen....

Es tut uns leid, dass wir in diesem Monat nicht so viele Posts veröffentlicht haben, dafür hat das November-Video zwei Teile :)

Den ersten Teil findet ihr unter: http://www.youtube.com/watch?v=R8jRcjSsQjU 



 
Eine stressfreie Weihnachtszeit wünschen euch

Sarah & Lilli
 



Mittwoch, 23. November 2011

Abschied

Vor gut zwei Wochen haben uns Anya, Tessa und Nina, unsere Drillinge verlassen. Nachdem Hope und Lazaro ca. eine Woche vorher in ihr neues zu Hause, das SOS-Kinderdorf gegangen sind, haben wir nun noch drei Stimmen in unserer Darassa (Vorschule auf Kisuaheli) weniger. Die fünf waren unsere ältesten Kinder mit vier und drei Jahren.
Anya, Lilli, Nina, Tessa (v.l.n.r)

Nun zu Anya, Tessa und Nina. Die drei sind Massai und sind jetzt in einem Heim untergebracht nicht weit von uns entfernt. Bei diesem Heim handelt es sich um das Projekt, einer Deutschen mit dem Namen "Hilfe für die Massai". Angelika, die Leiterin, hat sich der vielen Massai-Mädchen angenommen, die häufig schon zwischen drei und acht Jahren verheiratet werden und unter den physischen und psychischenFolgen der Genitalverstümmelung leiden. Neben dem kleineren Heim, in welchem unsere Drillinge untergebracht sind, hat sie noch ein ganzes Dorf mit einer Schule gegründet und dort haben über hundert Mädchen ein neues zu Hause gefunden.

  
Nina, Tessa, Anya mit neuen Klamotten (v.l.n.r)
 Das neue zu Hause von unseren Dreien ist ein wirklich sehr schöner Ort, wenn auch wesentlich kleiner im Vergleich zu unserem Gelände. Es fasst auch nicht mehr als 20 Kinder und ist mit ihnen jetzt voll. Die älteren Kinder gehen zur Schule, was Anya, Nina und Tessa auch bald werden. In Tanzania gehen die Kinder schon ab vier Jahren zu Schule. Ich bin schon sehr gespannt, wie ihnen das gefallen wird. Wir wollen sie schon bald besuchen gehen.

Freitag vor 2 1/2 Wochen wurden sie von Angelika und Sarah, einer ihrer Freiwilligen abgeholt. Es war nicht das erste Mal, dass die Drillinge dort hinfahren würden. Angelika legt wert darauf, dass die Kinder ihr neues zu Hause zumindest einmal vorher gesehen haben. Deswegen hatten sie sie eine Woche vorher Sonntags abgeholt und ihnen alles gezeigt. Ich hatte Claire schon damals gefragt, ob ich mitfahren könnte nur leider hat es nicht geklappt. Um so mehr habe ich mich gefreut, als Angelika mich an dem besagten Freitag gefragt hat, ob ich nicht mitfahren möchte. Es wäre so wesentlich einfacher für die Dreien, wenn sie eine Bezugsperson dabei haben. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt :-).

Anya
 

Anya, Tessa & Nina halten stolz ihre
neuen Schuhe (v.l.n.r)

Bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, mussten einige wichtige Dinge erledigt werden. Ganz klar: Neue Klamotten und Schuhe müssen her :-). Es ist immer sehr aufregend für unsere Kinder neue Klamotten zu bekommen. Sie sitzen dann immer auf einem Tisch vor dem Schrank mit den Klamotten und warten auf die neuen Sachen, die ihnen rausgesucht werden. Zu einem neuen Outfit dürfen natürlich auch die passenden Schuhe nicht fehlen. Also haben wir ihnen neue Schuhe rausgesucht. Es hat super viel Spaß gemacht. Nachdem das erledigt war, konnten wir nochmal Zeit mit ihnen verbringen.


Nach dem Mittagessen, vielen drückern von Nannies und Volunteers haben wir es uns schließlich auf der Rücksitzbank von Angelikas Auto bequem gemacht. Ihr müsst wissen, dass Anya, Nina und Tessa wahnsinnige Angst vor Autos und Männern haben. Wo der Zusammenhang ist?? Keine Ahnung :-). Vielleicht können sie mir das irgendwann mal sagen. Auf jeden Fall ist Anya nervös geworden und zum Glück hatten wir aber keine rießen Probleme sie mit mir ins Auto zu setzen. Tessa und Nina waren einfach nur aufgeregt und haben sich schon gefreut. Dort angekommen wurden sie sehr herzlich von allen aufgenommen und in den Arm genommen. Wir wurden herumgeführt, eigentlich nur ich, aber die Drei wollten nicht von meiner Seite weichen. Angelika hat versucht sie mit ihren Hasen und Schildkröten die sie haben zu beeindrucken. Alle unsere Kinder haben aber wahnsinnige Angst vor allen Tieren somit war das mehr ein Schuss in den Ofen. Nach einem weiteren Mittagessen, Ugali und Gemüse habe ich Nina, Anya und Tessa mit ihre neuen Freundin Beezi oder so zum Mittagsschlaf ins Bett gelegt. Der eigentliche Plan war, dass ich mich mit ihnen hinlege und warte bis sie eingschlafen sind, damit ich dann wieder fahren kann. Es ist nur sehr ungewohnt für sie gewesen, weil ich das noch nie gemacht habe. Deswegen haben sie rumgealbert und wollten nicht schlafen. Ich bin nach ein paar Minuten aufgestanden und habe ihnen gesagt, dass ich jetzt gehen werde, weil sie sonst nicht schlafen. Das haben sie akzeptiert und somit bin ich gegangen. Es war schon ein echt komisches Gefühl, ins Daladala zu steigen und sie einfach dort zu lassen. Aber sie sind dort sehr gut aufgehoben.

Beth, Lilli und ich plan sie bald besuchen zu gehen. Was ich wirklich sehr vermisse sind die Abende, wenn ich sie ins Bett gebracht habe. Dann wurde durch das Moskitonezt noch mal gerufen "I tie kiss you Sarah", was so viel heißen soll "Ich will dich küssen Sarah". Das wurde zu einem Ritual :-). Ich bin schon sehr gespannt, wie es ihnen dort geht und wie sie reagiern werden, wenn wir dort auftauchen.
Anya, me, Nina


Verfasserin:
Sarah

Donnerstag, 3. November 2011

Das Oktober-Video ist da!

Der Oktober ist vorbei, es ist unglaublich!

In diesem Video sind nur einige Momente festgehalten, lange nicht alle :)

Die Regenzeit ist nun wieder vorbei und es wird von Tag zu Tag immer heißer.
Es war interessant zu beobachten, wie die Straßen nach einer gewissen Zeit zu Schlammfallen wurden. Der Schlamm hat sich hartnäckig an die Schuhe geheftet und unser Eingang sah schlimm aus!

Sarah hat irgendwann in der Mitte des Monats ihre Haare gemacht bekommen. Die Erfüllung ihres Wunsches hat auf sich warten lassen, aber sie hat es positiv gesehen: Sie hat gelernt, noch geduldiger zu sein! Und Geduld braucht man in Afrika :)

Für Lilli ist Oktober der "kranke" Monat. Erbrechen, Durchfall, Schnupfen & Fieber waren nur einige Symptome, die das Leben schwerer gemacht haben. Sie hat zum ersten Mal einen Malaria-Test gemacht, der -Gott sei Dank- ein negatives Ergebnis hatte. Im November kann es nur noch besser werden! :)

Wir haben angefangen eine "Liste mit Dingen, die wir langsam vermissen bzw. worauf wir uns unglaublich freuen", zusammen zu stellen.
Ganz oben steht: 
  1. Urlaub
  2. Ein heißes Bad nach unserer Rückkehr
  3. Ein Spaziergang nach 20 Uhr in der Stadt
  4. Ein Einkauf im real nach 21 Uhr 
  5.  ...
Das sind einige dieser Dinge/Aktivitäten, die wir auf jeden Fall vermissen und auf die wir uns schon für 2012 freuen :)

So, hier noch der Link: http://www.youtube.com/watch?v=1YYmLt_8Q4c


Viele Grüsse


Lilli & Sarah



Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die Verwandlung

meine Haare
vier Stunden, ohne die eine Stunde Wartezeit im strömenden Regen unter einem Vorsprungsdach mitgerechnet, eine Menge Kunsthaar und es ist vollbracht. Die Sarah ist jetzt eine Mafrizungu :-). Ja! Ich habe es gewagt.

Um die Geschichte mal von vorne aufzurollen: Eigentlich will ich mir seit undgefähr vier Wochen hier die Haare machen lassen. Man kann mir auch nicht vorwerfen, dass ich in dieser Zeit nicht alles versucht hätte, was in meiner Macht steht, um diese Veränderung schneller herbeizuführen. Der erste Versuch war bei der Freundin einer Nanny, die nicht aufgetaucht ist. Danach hatte ich es bei einem Saloon im Usa Plaza (einem "Einkaufszentrum" bei uns) versucht, der aber dicht gemacht hat, weil das Geschäft nicht gut gelaufen ist. Dritter Versuch war in einem Saloon, an dem ich öfter vorbeigelaufen bin und der immer offen hatte. Als ich an meinem freien Tag hingelaufen bin war er geschlossen. Danach habe ich in einem Café nachgefragt, das Lilli und ich öfter besuchen. Dort wurde mir dann ein Termin organisiert, der mir dann wieder abgesagt wurde, weil von der Frau, die mir die Haar machen sollte, ein naher Verwanter gestorben ist. Die Dame dort hat mir dann aber gesagt, dass gleich bei uns um die Ecke ein Saloon wäre, in den ich gehen könnte. Der hatte auch immer offen, als ich hingegangen bin, nur war nie jemand da. Einmal habe ich jedoch jemanden angetroffen, einen Termin für diesen Mittwoch, 19. Oktober bekommen, eine neue Freundin kennengelernt, Upendolo, und Tadaaa!Hier sind jetzt die Fotos :-)



Vorher


Nachher

Notizen am Rande:

  • es ist hier wirklich ok, mindestens 30 Minuten bei einem Termin zuspät zu kommen, bei Regenzeit verlängert es sich auf ca. 45 Minuten bis 1 Stunde
  • ja es ist sehr ungewohnt für mich so lange Haare zu haben, aber toll

Dienstag, 18. Oktober 2011

Ein Vormittag im Garten...


Beim Litschi pflücken...
Elinipa hat Entscheidungsschwierigkeiten: Litschi essen oder Schuh anziehen^^

Joshua hat nur noch den Stein...
Irene zeigt Elina was sie gefunden hat
Dotto hat Cecile´s Sonnenbrille gefunden

Peter
 Sarah & Hidaya sagen "Bye"

Mark kommt dazu und dann entdecken sie etwas spannendes^^





Hope auf dem stillen Örtchen auch "Potty"  genannt

Patrick
Eric & Lilli



Whitness & Beth (kurz davor hat sie noch geweint)
Die Gang: von re. n. li: Mark, Eric, Joshua und Peter auf dem Weg zum nächsten Abenteuer!
Elinipa & Beth beim Turnen auf der Wiese...









Montag, 10. Oktober 2011

AppartementLeben...

Bis vor ein paar Tagen bestand unsere Wg aus 6 Personen: Sarah, Beth, Silvamos, Claire, David und Lilli. Jeden Tag war etwas los! Da Claire jetzt in eine Wohnung ca. 5 Minuten von hier zieht und die Zwillinge in die Nursery kommen, wird es jetzt ruhiger, aber bestimmt auch langweiliger werden. Es ist jetzt schon seltsam ins Appartement zu kommen und nach dem Arbeitstag mit den Kids unten bzw. in der Nursery, nicht noch mit David & Silvamos Zeit zu verbringen. Da ist es gut, dass die Nursery so nah ist und wir immer wieder vorbei schauen können :)

Wir sind schon gespannt, welche Erfahrungen in dieser Woche auf uns zu kommen!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

September-Video ist online...

Endlich, nach einigen qualvollen Stunden mit wiederholenden Hochladversuchen und schlechter Internetverbindung, ist es jetzt endlich da:Das September-Video! :)
Wir sind selber ganz erstaunt, dass wir mittlerweile schon Oktober haben und 5 Wochen hier sind!

http://www.youtube.com/watch?v=LwwI5UMnjtw


Ganz viel Spaß beim Schauen wünschen euch

Lilli & Sarah

Samstag, 1. Oktober 2011

Unsere Gemeinde in Usa River


Ist ein wenig versteckt in den Bergen und hat derzeit ca. 15 "Glieder" wovon ca. zehn Kinder sind, deren Eltern jedoch nicht mit in die Gemeinde kommen. Die anderen bekommen derzeit von dem dortigen Pastor Jona Bibelunterricht. Das Gebäude besteht aus einem Gerüst einer sogenanten One-Day-Church. Sie bestehen aus einem Metalldach mit Metallgestängen und werden eben innerhalb eines Tages aufgebaut. Zur Zeit wird sie verkleidet mit Ziegelsteinen, wie auf dem Bild zu sehen. Das waren mal grob die Fakten und jetzt zur eigentlichen Geschichte....

Gemeindegebäude mit Gliedern
 
der Ausblick auf dem Berg mit Beth und Lazaro vor sich, einem Jungen,
dessen Namen ich leider nicht mehr weiß und mir mit Hope

Wir fahren mit einem Jep oder Landrover ca. 30 Minuten über Stock und Stein, um die Gemeinde zu erreichen. Ich sag euch das ist besser und aufregender als eine Safari. Jona und seine Familie nehmen uns freundlicherweise jeden Sabbat mit. Letzten Freitag ist über uns ein Gewitter hinweggezogen und in den Bergen hatte es aber geregnet. Jona hatte uns daraufhin erzählt, dass er Angst hatte, dass wir vielleicht nicht fahren könnten.  Die Wege, bestehend aus mehr oder weniger "eingeebnete" Erde, werden durch die Wassermassen zerstört und sind dadurch nicht mehr befahrbar, oder es ist einfach zu rutschig. Aber dem war nicht so und somit konnten wir wieder hoch fahren um einen Sabbat zusammen zu verbringen.





Beth, Lilli, Lazaro und Hope

Die letzten beiden Sabbate waren etwas besonderes. Heute hatten wir Abendmahl gefeiert und in Tanzania bekommt die Fußwaschung gleich eine ganz andere Bedeutung. Da ist das Wasser dann nach Benutzung wirklich dreckig :-). Fließend Wasser haben sie dort auch nicht, geschweige den Strom und somit wird es vorher abgeschöpft und in Eimern von uns mit nach oben zur Gemeinde gebracht. Der Traubensaft besteht hier, zumindest in dieser Gemeinde, aus einem Mix, naja was war es... Ananas war auf jeden Fall enthalten und noch ein paar anderen Früchten. Der Ablauf ist eigentlich ähnlich, nur das die Predigt mal nicht aus den typischen Abendmahltexten bestand sondern um Genesis 19. Sehr ungewöhnlich und trotzdem zum Punkt gebracht.



  
Vortragen der Memorie-Verses
Der Sabbat davor war ein spezieller Abschlussgottesdienst der Lektion von den Kindern. Sie hattem Memorie-Verses aufbekommen und sollten sie der Gemeinde vortragen, was sie bravourös gemeistern haben. Es wurde viel gesungen und hat spaß gemacht, ihnen dabei zuzusehen. Wir wurden als Muzungus natürlich auch gleich mit in das Programm einbezogen. Orpa, Jonas Tochter, hat uns gebeten bei der Kindersabbatschule mitzuhelfen. Somit haben wir angefangen mit den Kindern Lieder einzuüben, die sie dann vortragen konnten. Wir waren vor allem für die Kinder natürlich eine Attraktion. Sie bekommen da oben nicht wirklich oft Weiße zu sehen, bzw. eigentlich gar nicht und waren deswegen am Anfang wahnsinnig schüchtern. Das löst sich immer mehr und mittlerweile wird unser Lächeln erwiedert und nicht mehr beschämt weggesehen :-). Besonders war für uns auch, dass Hope und Lazaro, unsere zwei ältesten Kinder aus dem Heim, dabei waren. Sie werden uns wahrscheinlich Ende diesen Monats verlassen und in ein SOS-Kinderdorf gehen, wenn ich micht nicht ganz täusche. Deswegen versuchen wir so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen und es ist für alle Kinder immer super, mal rauszukommen.


Kindergottesdienst mit vielen Gästen






















Kindersabbatschul"raum" :-)
Es macht uns wahnsinnig spaß, dort mit unseren Geschwistern Zeit zu verbringen. Jona und auch Orpa wünschen sich, dass wir die Kinderbetreuung übernehmen, weil Orpa und auch Jusuf (Jonas Neffe), die derzeit dafür verantwortlich sind, bald wieder zu Schule gehen werden und deshalb nicht mehr in Usa River sein werden. Das ist natürlich eine große Herausforderung und Beht, Lilli und ich wissen noch nicht so genau, wie wir das eigentlich bewerkställigen sollen. Die Kinder sprechen nämlich nur Kisuaheli und wir nicht, oder noch nicht wirklich gut. Außerdem haben wir die ganze Woche Kinder um uns und sind für deren Beschäftigung zuständig. Somit hat sich für uns die Frage gestellt, ob wir die Zeit finden, entsprechend was vorzubereiten, etc.. Ihr seht, das wir hier ein wenig ratlos sind und vor allem wegen der Sprachbarriere noch nicht so recht wissen, was wir tun sollen. Jeder der möchte kann hier für uns beten. Falls Gott uns hier eine weitere spezielle Aufgabe geben möchte, muss er uns Kraft, Geduld, Sprachvermögen und vor allem die Erkenntnis schenken, dass er uns auch dort wirklich haben will. Deswegen sind wir auf eure Unterstützung im Gebet angewiesen und ich danke euch jetzt schon dafür.
Kindersabbatschule

In diesem Sinne: Sabbato njema
Verfasserin: Sarah